Wer sich eine Akupressurmatte wegen des Nackens kauft, legt sich meistens einfach flach hin. Damit verschenkt man den Teil, der für den Nacken gemacht ist.
Warum überhaupt ein Kissen?
Liegst du flach auf der Matte, liegt der Kopf auf dem Boden und die Halswirbelsäule kippt nach hinten. Das ist unbequem und trifft genau die Stelle nicht, um die es geht. Das Kissen hält den Kopf in einer natürlicheren Position und bringt gleichzeitig Druck an den Nacken.
Drei Positionen
1. Unter dem Nacken
Die Standardposition. Das Kissen liegt unter dem Nackenbogen, der Hinterkopf berührt die Matte kaum. Für die meisten die richtige Wahl bei Verspannungen vom Schreibtisch.
2. Unter dem Übergang zu den Schultern
Das Kissen etwas tiefer, dort wo Nacken in Schultern übergeht. Trifft den oberen Trapezmuskel — die Stelle, die nach einem langen Tag am Bildschirm typischerweise hart ist.
3. Unter den Knien
Klingt seltsam, hilft aber dem unteren Rücken. Wenn du flach auf der Matte liegst und das Kreuz ein Hohlkreuz macht, nimm das Kissen unter die Knie statt unter den Nacken. Der untere Rücken sinkt dann in die Matte statt sich zu verspannen.
Was oft schiefgeht
- Kissen zu weit oben. Liegt es unter dem Hinterkopf statt unter dem Nacken, wird der Kopf nach vorn gedrückt. Unangenehm und wirkungslos.
- Zu früh ohne Shirt. Der Nacken ist empfindlicher als der Rücken. Hier lohnt es sich, länger mit T-Shirt zu arbeiten.
- Zu lange am Stück. Für den Nacken reichen fünf bis zehn Minuten. Länger bringt nichts.
Wichtig
Bei Nackenschmerzen, die in den Arm ausstrahlen, mit Taubheitsgefühl oder Kribbeln einhergehen, gehört das ärztlich abgeklärt. Die Matte ist kein Medizinprodukt und ersetzt keine Behandlung.