Kurz und ehrlich: Ja, am Anfang tut es weh. Wer etwas anderes verspricht, hat die Matte nie benutzt. Aber es lohnt sich zu wissen, wie es weh tut — denn das ist der Unterschied zwischen „ich höre wieder auf“ und „ich mache das jeden Abend“.
Minute für Minute
Minute 0 bis 1
Der unangenehmste Teil ist das Hinlegen. Solange du dich absenkst, verteilt sich das Gewicht ungleich und einzelne Spitzen drücken punktuell. Deshalb: zügig und gleichmäßig hinlegen, nicht zentimeterweise.
Minute 1 bis 3
Es sticht deutlich und gleichmäßig. Manche beschreiben es als brennend. Das ist der Punkt, an dem die meisten wieder aufstehen — und genau der Punkt, an dem es sich lohnt, liegen zu bleiben.
Ab Minute 3
Das Gefühl kippt. Aus vielen einzelnen Stichen wird eine breite Wärme. Die Haut ist dann meist deutlich gerötet, was völlig normal ist und nach etwa einer halben Stunde verschwindet.
Ab Minute 10
Viele merken die Spitzen kaum noch. Ab hier geht es weniger um den Rücken als darum, dass man zehn Minuten nichts gemacht hat.
Drei Wege, es sanfter zu machen
- T-Shirt zwischen Haut und Matte. Der wirksamste Hebel. Ein dünnes Shirt nimmt gut die Hälfte der Schärfe.
- Weicher Untergrund. Bett oder Teppich statt Fliesen. Die Matte sinkt ein, das Gewicht verteilt sich.
- Kürzer anfangen. Fünf Minuten reichen für den Start. Es gibt keinen Preis fürs Durchhalten.
Wann du aufstehen solltest
Unangenehm ist normal. Stechender, punktueller Schmerz an einer einzelnen Stelle ist es nicht. Wenn eine Stelle sticht statt zu brennen, liegst du wahrscheinlich schief — einmal aufstehen, Matte glattziehen, neu hinlegen.
Bei Taubheitsgefühl, Kribbeln in Armen oder Beinen oder Schwindel: aufstehen und es dabei belassen.
Wer die Matte nicht benutzen sollte
Bei offenen Wunden, Hauterkrankungen im betroffenen Bereich, während der Schwangerschaft, bei Einnahme von Blutverdünnern oder bei bekannten Durchblutungsstörungen gehört das vorher fachlich abgeklärt. Die Matte ist kein Medizinprodukt und ersetzt keine Behandlung.