Akupressurmatte bei Schmerzen im unteren Rücken

Wer acht Stunden sitzt, spürt es meist an zwei Stellen: im Nacken und unten im Rücken. Für den Nacken gibt es das Kissen. Für den unteren Rücken kommt es vor allem darauf an, wie du dich hinlegst.

Erst das Wichtige

Anhaltende Rückenschmerzen gehören abgeklärt. Eine Matte ist kein Ersatz für eine Diagnose, und wir behaupten nicht, dass sie irgendetwas heilt. Bei Schmerzen, die ausstrahlen, Taubheitsgefühlen oder Beschwerden nach einem Sturz gehörst du zum Arzt und nicht auf den Boden.

Flach liegen, nicht durchhängen

Der häufigste Fehler: die Matte aufs Bett legen. Eine weiche Unterlage gibt nach, das Becken sackt ab und der untere Rücken kommt ins Hohlkreuz. Dann drücken die Spitzen ungleichmäßig und es wird unangenehm, ohne dass es etwas bringt.

Leg die Matte auf den Boden. Eine Yogamatte oder ein Teppich darunter reicht als Polster.

Die Beine anstellen

Der zweite Handgriff macht fast den gesamten Unterschied: Stell die Beine auf, Füße flach auf dem Boden, Knie zeigen nach oben. Damit kippt das Becken leicht und der untere Rücken legt sich flach auf die Matte, statt eine Brücke zu bilden.

Mit gestreckten Beinen liegt bei vielen genau die Stelle in der Luft, um die es eigentlich geht.

Wie es sich anfühlen sollte

Die ersten ein bis zwei Minuten stechen deutlich. Danach wird daraus bei den meisten ein warmes, breites Gefühl. Wenn nach fünf Minuten immer noch nur Stechen da ist, liegst du wahrscheinlich zu punktuell auf — dann lieber ein T-Shirt zwischenlegen und in ein paar Tagen ohne probieren.

Zehn Minuten, nicht dreissig

Länger ist nicht besser. Zehn Minuten reichen, und regelmäßig schlägt lang: dreimal die Woche zehn Minuten bringt mehr als einmal eine halbe Stunde.

Das Kissen unter die Knie

Ein Kniff, den kaum jemand kennt: Das Nackenkissen muss nicht unter den Nacken. Unter die Kniekehlen gelegt übernimmt es dieselbe Aufgabe wie die aufgestellten Beine — nur ohne dass du die Position halten musst. Für längeres Liegen ist das angenehmer.

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